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Eine Folge von chronischen Entzündungen der Nasenschleimhäute und der Nasennebenhöhlen (chronische Rhinosinusitis, CRS) können Nasenpolypen sein. Zu den Auslösern der Entzündungen zählt unter anderem die Unverträglichkeit von Schmerzmedikamenten, auch Analgetika- oder ASS-Intoleranz-Syndrom genannt.

Junge Frau mit Wasserglas in der Hand nimmt ein Medikament.
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Was bedeutet ASS-Intoleranz-Syndrom?

Das ASS-Intoleranz-Syndrom ist durch drei Hauptsymptome gekennzeichnet, weshalb auch die Bezeichnung Samter-Trias („trias“ ist das altgriechische Wort für die Zahl Drei) gebräuchlich ist: Asthma bronchiale, Nasenpolypen und eine Unverträglichkeit von Acetylsalicylsäure (ASS, umgangssprachlich beispielsweise mit dem Markennamen Aspirin bezeichnet). Acetylsalicylsäure zählt zu den Salicylsäuren, einer Wirkstoffgruppe mit schmerzstillenden, entzündungshemmenden und fiebersenkenden Eigenschaften.

Leidet ein Mensch unter dem ASS-Intoleranz-Syndrom, treten nach der Einnahme von ASS-Schmerzmitteln und auch weiteren schmerz- und entzündungshemmenden Wirkstoffen wie Ibuprofen und Diclofenac entzündliche Reaktionen auf. Dazu gehören eine laufende und verstopfte Nase, die Bildung von Nasenpolypen und – unter Umständen schwere – Asthmaanfälle. Wie es zu der Unverträglichkeit kommt, ist nicht abschließend erforscht. Es gibt aber Hinweise auf ursächliche Stoffwechselstörungen.

Das ASS-Intoleranz-Syndrom tritt bei etwa jedem zehnten Menschen mit Asthma und bei 10 bis 15 Prozent der Patienten mit wiederkehrenden (rezidivierenden) Nasenpolypen auf. Es sind mehr Frauen als Männer betroffen.

Frau hält sich die Hände ins Gesicht.
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Was lässt sich gegen eine ASS-Intoleranz tun?

Neben der Behandlung von Nasenpolypen mit Medikamenten, einer gezielten Nasenpflege oder durch einen operativen Eingriff sollte bei einer ASS-Intoleranz auf die auslösenden Medikamente verzichtet werden. Voraussetzung dafür ist die eindeutige Diagnose einer ASS-Intoleranz durch sogenannte Provokationstests. Dabei bekommen die Patienten gezielt ASS-Schmerzmittel verabreicht, um Reaktionen zu erkennen. Darüber hinaus kann eine adaptive ASS-Desaktivierung Bestandteil der Therapie sein. Dazu nehmen Patienten wiederholt eine geringe, nach und nach höher dosierte Menge des Wirkstoffs ein, um den Körper daran zu gewöhnen und so eine Toleranz zu erreichen. Diese Therapie sollten Patienten auf keinen Fall selbst durchführen; sie erfolgt immer unter ärztlicher Anleitung.

Gewürze wie Curry und Paprika sowie industriell hergestellte Lebensmittel enthalten Salicylsäure und sollten nur in geringen Mengen oder gar nicht Teil der Ernährung von Betroffenen sein. Anders als bei Arzneimitteln nimmt der Körper Salicylsäure aber nur in sehr geringen Mengen aus Nahrungsmitteln auf. Die Anpassung der Ernährung eignet sich daher lediglich als ergänzende Maßnahme.

 

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