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Anhand der Erkenntnisse aus dem Arztgespräch (Anamnese) legt der behandelnde Arzt die anschließenden Untersuchungen fest. Bei Verdacht auf Nasenpolypen sind das neben den klinischen Untersuchungen die genaue Begutachtung des Naseninnenraums (Rhinoskopie) und bildgebende Verfahren wie eine Computertomografie (CT).

Ein HNO-Arzt untersucht die Nase einer Patientin
iStock-1183605717_RossHelen

Klinische Untersuchungen

Als klinische Untersuchungen bezeichnen Mediziner solche, die sie mit ihren eigenen Sinnen durchführen, also beispielsweise durch Abtasten oder die optische Begutachtung von Körperbereichen. Um eine chronische Rhinosinusitis (CRS) und eventuell damit verbundene Nasenpolypen zu diagnostizieren, untersuchen Ärzte die Nase und umliegende Bereiche auf optische Auffälligkeiten wie Schwellungen, Rötungen und Hautveränderungen. Bei Menschen mit CRS treten recht häufig halonierte Augen (Augenringe) und leichte Schwellungen der Augenlider (Lidödeme) auf. Auch Unterwicklungen des Gewebes (Hypoplasie) im Mittelgesicht, etwa an und um die Nase, zählen zu den äußeren Symptomen. Das Abtasten liefert Hinweise auf Druck- und Klopfschmerz in Kiefer- und Stirnhöhlen.

HNO-Ärztin untersucht die Nasenhöhlen eines Mannes.
AdobeStock_145743483_Viacheslav Lakobchuk

Rhinoskopie

Die Untersuchung des Naseninnenraums, die Rhinoskopie (auch Nasenspiegelung genannt), gehört im weiteren Sinne ebenfalls zu den klinischen Untersuchungen, doch erfolgt sie mit Hilfe von medizinischen Instrumenten. Die Rhinoskopie ist in drei Abschnitte unterteilt:

  • Bei der vorderen Rhinoskopie führen Ärzte ein Nasenspekulum in eines der Nasenlöcher ein. Dieses zangenartige Gerät besitzt eine trichterähnliche Spitze, die sich aufspreizen lässt. Mit einer Stirnlampe und einem vergrößernden Nasenspiegel untersuchen Ärzte die gesamte Nasenhöhle und die vorderen Nasengänge auf Wucherungen und Entzündungen.

  • Die mittlere Rhinoskopie dient der Untersuchung der hinteren Teile der Nasengänge. Dabei kommt ein Nasenendoskop zum Einsatz, das in die Nase eingeführt wird. Am Ende einer starren oder flexiblen dünnen Röhre befindet sich eine kleine Kamera samt Beleuchtung. Die Aufnahmen lassen sich vergrößert direkt auf einem Bildschirm betrachten. Vor der Untersuchung wird die Nasenschleimhaut betäubt. Ziel dieser Endoskopie der Nasenhaupthöhlen ist es, Veränderungen an den Ausgängen der Nasennebenhöhlen zu erkennen.

  • Für die hintere Rhinoskopie untersuchen Ärzte mit einem Nasen-Rachen-Spiegel die hinteren Öffnungen der Nasengänge zum Rachen. Der abgewinkelte Spiegel wird durch die Mundhöhle eingeführt, um so Tumore, vergrößerte Mandeln oder Polypen zu identifizieren

Diese Untersuchungen können ohne oder mit vorherigem Abschwellen der Nasenschleimhäute (durch ein verabreichtes Medikament) erfolgen.

HNO-Arzt untersucht die Nasenhöhle eines Mannes mithilfe eines Endoskops.
iStock-174999737_Kemter

Bildgebende Verfahren

Die Rhinoskopie ermöglicht nicht die Untersuchung der Nasennebenhöhlen und der feinen Verbindungsgänge. Um herauszufinden, ob hier Nasenpolypen und/oder Entzündungen vorliegen, helfen bildgebende Verfahren. Herkömmliches Röntgen ist nicht gut geeignet, da es Auffälligkeiten von Weichteilen wie der Nasenschleimhaut nicht gut darstellt. Besser sind Magnetresonanztomografie (MRT) und Computertomografie (CT), die Schichtbilder des Kopfes und des Nasenbereiches erstellen. Die CT kommt bevorzugt zum Einsatz, da sie sowohl Veränderungen der Weichteile als auch knöcherne Strukturen sichtbar macht. So lässt sie nicht nur Rückschlüsse auf Nasenpolypen und Entzündungen zu, sondern offenbart auch anatomische Veranlagungen wie besonders enge Verbindungsgänge zu den Nasenhöhlen. Diese begünstigen Entzündungen und so auch die Bildung von Nasenpolypen.

Eine Magnetresonanztomographie (MRT) kann für die Zusatzdiagnostik angeordnet werden, wenn fraglich ist, ob Tumore oder Pilzerkrankungen die Beschwerden verursachen. Mit ihr können die Struktur und eventuelle Veränderungen des Gewebes gut dargestellt werden.

Ein Frau wird für eine bildgebende Untersuchung in die Röhre eines MRT geschoben.
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