Im Urlaub entspannen – das geht am besten, wenn sich Symptome einer chronischen Erkrankung nicht bemerkbar machen. Menschen mit Nasenpolypen sollten deshalb bei der Planung und vor Ort einige Punkte berücksichtigen.

Langhaarige blonde Frau sitzt mit dem Rücken zum Betrachter in einem Campingstuhl am Strand und ihr Haar weht im Wind.
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Reisen mit einer chronischen Erkrankung

Wenn Personen mit Nasenpolypen in den Urlaub fahren, gilt für sie zunächst alles, was auch Menschen mit anderen chronischen Erkrankungen beachten sollten:

  • Ist die Therapie während der Reise weiterhin möglich?
  • Kann ein Notfall vor Ort behandelt werden?
  • Ist das Klima am Urlaubsort günstig oder ungünstig für die Erkrankung?
  • Sind An- und Abreise unter Umständen zu belastend und kann es zu Verschlechterungen der Symptome kommen?

Die Reisepläne sollten Betroffene im Vorfeld mit dem behandelnden Mediziner besprechen. Dieser kann zudem gleich ein notwendiges Rezept und bei Flugreisen ein bilinguales Attest (in deutscher und englischer Sprache) für die Mitnahme von Medikamenten im Handgepäck ausstellen.

Unabhängig davon, ob man Medikamente während des Flugs einnehmen muss, ist es sinnvoll, zumindest ein gewisses Kontingent  griffbereit zu haben. So ist auch sichergestellt, dass sich nicht alle Medikamente im aufgegebenen Gepäck befinden und unter Umständen verloren gehen oder verspätet am Urlaubsort eintreffen.

Für einen eventuellen Notfall oder ein notwendiges Rezept ist es empfehlenswert, vor der Reise Ärzte und ihre Kontaktdaten  am Urlaubsort zu recherchieren. Bei Auslandsreisen sollte außerdem vorab geprüft werden, ob die Krankenversicherung im Urlaubsland gültig ist. Andernfalls könnte eine  Reisekrankenversicherung in Betracht gezogen werden.

Eine rote Tasche steht am Strand. Enthalten sind Strohhut, ein buntes Handtuch und eine Sonnenbrille.
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Mögliche Krankheitsauslöser meiden

Nasenpolypen hängen in den meisten Fällen mit einer anhaltenden Entzündung der Nasenschleimhäute, einer chronischen Rhinosinusitis (CRS), zusammen. Sind die Ursachen dafür bekannt, etwa Allergien, sollte man das bei der Urlaubsplanung berücksichtigen und sich beispielsweise über den Pollenflug zur Reisezeit und am Zielort informieren.

Trockene Luft begünstigt die Bildung von Nasenpolypen. Eine gute Befeuchtung der Nasenschleimhäute sollte daher während etwaiger Flüge und am Urlaubsort gewährleistet sein. Längere Aufenthalte in klimatisierten Räumen sind zu vermeiden, eine individuell regelbare Klimatisierung der Unterkunft ist optimal.

Bestimmte Klimatypen können sich positiv auf Erkrankungen wie Asthma und Nasenschleimhautentzündungen auswirken und auch die Bildung von Nasenpolypen verringern:

  • Reizklima steht für klimatische Bedingungen, die den menschlichen Organismus anregen („reizen“) und dadurch bestimmte Krankheitssymptome beeinflussen. Salzhaltige Meeresluft zusammen mit hoher Luftfeuchtigkeit wirkt schleimlösend und lindernd auf die Atemwege.
  • Schonklima zeichnet sich durch geringe thermische Reize sowie ausgewogene Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerte aus. Es herrscht beispielsweise in mittleren Höhenlagen (1.300 bis 2.000 Meter) und die Schadstoffbelastung der Luft ist deutlich geringer.

Welche klimatischen Bedingungen für Menschen mit Nasenpolypen optimal sind, hängen von mehreren Faktoren wie z.B. Begleiterkrankungen und der individuellen Verfassung ab. Daher ist es besonders wichtig, die Reisepläne mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.

Frau mit Rucksack vor Wald und Bergen von hinten fotografiert.
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